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Symbolik zwischen Leben und Tod

Symbolik zwischen Leben und Tod

Agnes Trattner

Symbolik zwischen Leben und Tod

Jugendkultur als Ausdruck oder Korrektiv sozio-kultureller Strömungen

Erstauflage: September 2015

ISBN:
Print: 978-3-943774-99-3
[Wissenschaftliche Reihe, Band 10] 

Auch als E-Book erhältlich >>


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28,00 €

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Todessymbole wie Totenköpfe, Skelette und Knochen in Form von Tattoos, auf Kleidungs- und Schmuckstücken oder Accessoires sind seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fester Bestandteil verschiedener jugendkultureller Szenen. Seit dem Beginn des neuen Jahrtausends erfahren die Symbole eine neue Dimension, da insbesondere Emos sie mit Lebenssymbolen wie Blumen, Schmetterlingen, Herzen und mit grellen, bunten Farben kombinieren. Sie führen damit Leben und Tod zumindest auf einer symbolischen Ebene zusammen und verleihen einem gesellschaftlich tabuisierten Thema Ausdruck.

Da die Lebensphase Jugend in der wissenschaftlichen Literatur nicht vor dem Hintergrund einer anstehenden Vergänglichkeitsbewältigung interpretiert wird, bleibt in den vielfältigen Studien zur Adoleszenz offen, wie Jugendliche mit der gesellschaftlichen Verdrängung des Todes bzw. der Verklärung von Jugend umgehen und welche Bedeutung in diesem Zusammenhang jugendkulturelle Symbole sowie jugendkulturelle Gemeinschaften haben.

Die Arbeit nähert sich diesen Fragen mit einem historischen Blick auf die kulturellen Umgangsformen mit Sterben und Tod sowie auf die gesellschaftlichen Vorstellungen von Jugend. Dabei werden die Zusammenhänge der gesellschaftlichen Todesverdrängung und der Verklärung von Jugend herausgearbeitet. Der Idealisierung von Jugend wird die reale Situation, in der sich Jugendliche befinden, gegenübergestellt, wobei der Fokus auf der Bewältigung von Vergänglichkeit als zentraler Aufgabe der Adoleszenz gerichtet ist. In einer empirischen Studie, die qualitative und quantitative Methoden verbindet, kommen Jugendliche, die eine Affinität zu Todessymbolen aufweisen, selbst zu Wort. Eine besondere Aufmerksamkeit erfährt die aktuelle und international verbreitete Jugendszene der Emos.

 

INHALT 

VORWORT VON JOHANNA HOPFNER  9 

EINLEITUNG  13 

ZENTRALE UNTERSCHIEDE IM UMGANG MIT JUGEND UND TOD ZWISCHEN

VORMODERNEN UND MODERNEN GESELLSCHAFTEN  19

 

DIE VERDRÄNGUNG DES TODES UND DIE VERKLÄRUNG DER JUGEND  47 

 

DIE BEWÄLTIGUNG VON VERGÄNGLICHKEIT ALS ZENTRALE AUFGABE DER PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG IN DER ADOLESZENZ  83

 

JUGENDLICHE ARTIKULATION VON VERGÄNGLICHKEIT AM BEISPIEL VON

TODESSYMBOLEN – CHARAKTERISIERUNG DER STUDIE 111

 

TODESSYMBOLE ZWISCHEN PROVOKATIVEM POTENZIAL UND

„BEDEUTUNGSLOSERMODE“ 141

DIE SZENE DER EMOS ALS KANALISATION DER TODESVERDRÄNGUNG UND

IHR BRUCH MIT EINEM VERKLÄRTEN JUGENDBILD 175

 

DAS VERHÄLTNIS DER JUGENDLICHEN ZU VERGÄNGLICHKEIT ALS SPIEGEL DER GESELLSCHAFT 217

 

BESONDERHEITEN DER LEBENSPHASE JUGEND ALS HERAUSFORDERUNG FÜR DIE WISSENSCHAFT  249

 

FAZIT  267 

ANHANG 273 


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