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Ex-Yugos

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Rüdiger Rossig:

Ex-Yugos

Junge MigrantInnen aus Jugoslawien und seinen Nachfolgestaaten in Deutschland 

Dezember 2008, 171 Seiten, 139 Abbildungen 
ISBN: 978-3-940213-46-4

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Seit dem Ende Jugoslawiens 1991 beschäftigt der zerfallende Staat den Westen und besonders Europa: Krieg in Slowenien, Krieg in Kroatien, Krieg in Bosnien, der Krieg der Nato gegen Serbien wegen Kosovo ... und immer wieder: Flüchtlinge. Rüdiger Rossig, Redakteur der Berliner tageszeitung und der englischsprachigen Monatszeitung The German Times, lebte in den 90er Jahren als Mitarbeiter von UN und OSZE in Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Der studierte Balkan-Historiker analysiert die Hintergründe des Konfliktes, erzählt aber vor allem von den vielfältigen sub- und jugendkulturellen Blüten im einstigen Jugoslawien. Er berichtet, wie die ersten "Jugos" als "Gastarbeiter" nach Deutschland kamen und zugleich Rockmusik und damit westliche Popkultur die jugoslawische Jugend eroberte, wie schließlich aus Jugos Bosnier, Kroaten, Serben, vor allem aber Deutsche wurden und aus Deutschen Jugos, und porträtiert zahlreiche junge, kulturschaffende (Ex-)Jugos in der Bundesrepublik Deutschland.


Krajem prošle godine u nemac(kim knjižnicama se pojavila jedna interesantna knjiga o migrantima iz bivše Jugoslavije. Knjiga se zove Ex-Jugos", a jedno poglavlje autor Rüdiger Rossig posvetio je i pop sceni u bivšoj Jugoslaviji.
Rüdiger Rossig za sebe u šali kaže da je "priuc(eni Jugosloven". Berlinski novinar i publicista je za vreme rata na podruc(ju bivše Jugoslavije nekoliko godina proveo u Hrvatskoj i Bosni kao saradnik Ujedinjenih Nacija i OEBS-a. Odlic(no je savladao jezik, a po povratku u Berlin upao je u, kako kaže, "Jugo Community". Interes za bivšu Jugoslaviju pojavio se me?utim puno pre rata. Rüdiger Rossig poc(eo je u osamdesetima da prikuplja ploc(e i kasete jugoslovenskih bendova, kao i tekstove i fotografije iz tog doba. Svoj magistarski rad diplomirani istoric(ar i sociolog napisao je na temu rock scena u socijalistic(koj Jugoslaviji, stoga i ne c(udi da je u novoj knjizi "Ex Jugos" jedno c(itavo poglavlje tako?e posvetio jugoslovenskoj muzic(koj sceni.
Knjiga inac(e pric(a o mladim migrantima sa prostora bivše Jugoslavije koji vec' dugo žive u Nemac(koj. "Ex Yugos" se sastoji iz niza intervjua i tekstova o migrantima koji pric(aju svoju životnu pric(u sa ciljem, kako kaže 41-ogodišnji autor, da se napravi jedan mali dokument ex. Jugoslovenske migracije u Nemac(koj, dokument koji može da služi i kao pouzdan indikator društvenih promena.

Danko Rabrenovic' in: Funkhaus Europa/WDR.


Eine Rezension der Deutschen Welle in albanischer Sprache finden Sie hier:

www.dw-world.de


"Rossig, Jahrgang 1967, war für die Uno in Sarajewo tätig, er spricht Serbokroatisch, hat wissenschaftlich über Popmusikkultur in Südosteuropa gearbeitet und legt jetzt eine überbordend reiche Studie zu den so wichtigen und weitgehend von der Diplomatie unterschätzten oder komplett ignorierten Strömungen der Jugend- und Subkultur des Balkan vor. Eine Studie, wie sie kaum ein anderer hätte verfassen können.
Rossigs Streifzüge durch die komplexe, widersprüchliche, verwundete und teils wieder wundersame Geschichte der Ex-Yugo-Kulturen und ihrer Ausprägungen – besonders in Deutschland – verdanken ihre Faszination der nahezu schlafwandlerischen Sicherheit, mit der Subkulturexperte Rossig sich bei seinem Thema auskennt – nur 'aficionados' bringen das zuwege. Hier findet man Songtexte und Plattencover, Speisekarten und Sportereignisse, Filmszenen, Werbeplakate, die Musikszenen von Belgrad, Sarajevo, Ljubljana und Zagreb, auch die Veranstaltungen zu Traumata und Flucht. Nichts, rein gar nichts, so scheint es, ist Rossig in all den Jahren entgangen.
Ein dichtes Kompendium wie dieses könnte weder ein reiner Wissenschaftler noch ein Politikexperte zusammenstellen. Zugleich gilt es zu diesem Text- und Bildband auch einen hoch interessanten, zu Unrecht unbekannten Verlag sowie eine dazugehörende Institution zu nennen: das seit 1998 existierende Archiv der Jugendkulturen in Berlin. Dort werden Fanzines und Flugblätter, Broschüren und andere Dokumente gesammelt und ausgewertet, um die sich keine offizielle Bibliothek kümmert. Auch diese kleine Schatzkammer, in der Rossigs Studie publiziert wurde, ist eine Entdeckung."

Caroline Fetscher in: Der Tagesspiegel


Der Berliner Journalist und Balkankenner Rüdiger Rossig beschreibt in seinem detailreichen und liebevoll illustrierten Buch eine deutsche (und vorwiegend Berliner) Szene, die in den Zeitungen nicht vorkommt: die Ex-Jugos. Die Szene trifft sich in Balkan-Discos, einem zweisprachigen deutsch-kroatischen Fanzine und im Verein "Südost Europa Kultur" der engagierten Bosiljka Schedlich. Getragen wird ihre Kultur von Flüchtlingen, die bei der Aufteilung Jugoslawiens als Scheidungswaisen zurückblieben – weil sie sich zum Beispiel mit dem gemeinsamen Staat identifizierten oder, weit häufiger, weil sie aus "gemischten" Ehen stammten.
Die Ex-Jugos pflegen keine politische Nostalgie und keine Exil-Folklore. Ihre Szene knüpft an die reichste Rock- und Pop-Szene an, die je ein kommunistisches Land hervorgebracht hat, und führt sie weiter. Ethnische Exklusivität, wie Emigranten sie sonst gerne pflegen, ist die Sache der Ex-Jugos gerade nicht. Das Wort " Migrationshintergrund" trifft hier ausnahmsweise einmal zu: Kindheit, Erinnerung und Abstammung sind tatsächlich "Hintergrund". Im Vordergrund aber steht ein nach allen Seiten offenes, multinationales Großstadtleben, wie Belgrad, Zagreb und Sarajewo es in den Kriegen verloren haben. In den für sie so unheimelig gewordenen Heimatländern ist diese Kultur kaum noch anzutreffen. Die neuen Staaten pflegen volkstümelndes Brauchtum und sterile Staatskunst, wie übrigens auch manche Exil-Serben und -Kroaten es tun.
Nebenher bietet das Buch auch eine sorgfältig recherchierte Geschichte der jugoslawischen Gastarbeiter. Sie galten in Deutschland als am besten integrierte Ausländergruppe und bildeten, anders als Türken oder Italiener, kaum eigene Szenen aus. Ihrer Kultur hat das nur genützt, wie man bei Rossig nachlesen kann."

Norbert Mappes-Niediek in: Frankfurter Rundschau


"Rüdiger Rossig, ein Berliner Journalist mit ausgeprägtem biografischen und professionellen Bezug zum ehemaligen Jugoslawien, hat ein ungewöhnliches Buch geschrieben. Es verbindet drei jugoslawische Themen, die üblicherweise getrennt behandelt werden: Staatszerfall, Migration und Musikszene. Über den ersten Komplex ist enorm viel geschrieben worden, so dass von diesem für ein breites Publikum geschriebenen Band nicht viel Neues erwartet werden darf. Mit der Migration befindet sich Rossig gut im Trend, mit der Rockmusik in einer ausgesprochenen Nische. Am stärksten ist das Buch da, wo die Themen miteinander verbunden werden – wenn es die Haltung der ehemaligen Jugo-Rocker zu Staatszerfall und Krieg beschreibt oder wenn es erklärt, welche Bruchlinien zwischen den ehemaligen Arbeitsmigranten und den kreativen Kriegsflüchtlingen in Deutschland verlaufen. Der bleiwüstengeschädigte akademische Leser freut sich über die vielen Bilder. Die Schwarz-Weiß-Fotos stammen größtenteils von dem Berliner Bosnier Nihad Nino Pušija und geben sehr vielfältige Einblicke. Sie zeigen Rockkonzerte und religiöse Versammlungen, müde Migranten und fröhliche Bohemiens, zerstörte Häuser in Bosnien und Szenelokale in Berlin, die karge Küche im Flüchtlingswohnheim und den großen Grillteller im Balkanrestaurant. Und immer wieder präsentieren sie die Heldinnen und Helden des Autors – Angehörige einer anti-nationalistischen Diaspora ohne Mutterland, einer großen Familie jenseits biologischer Verwandtschaft."

Klaus Buchenau in: Freie Universität Berlin/Osteuropa-Institut


"Rüdiger Rossig erweist sich in 'Ex-Yugos. Junge MigrantInnen aus Jugoslawien und seinen Nachfolgestaaten in Deutschland' als ausgesprochener Kenner der Musik- und Kulturszene dieser Einwanderungsgruppen. Er zeigt die nationalen Differenzierungen nach den Erfahrungen des Krieges der 90er Jahre, sucht in der Geschichte der Individuen unaufdringlich nach dem Gemeinsamen, fragt sie nach der Konfrontation mit der deutschen Gesellschaft, beschreibt die Integrationsprozesse und die gespaltenen Identitäten. Rossig zeichnet ein sehr differenziertes Bild von diesen Menschen, ihrer Geschichte, ihren Produktivitäten.
Dass die zweite Generation mehr als in den anderen Einwanderungsbevölkerungen 'deutsch' geworden ist und dennoch ihre Wurzeln in der lebendigen Kultur Jugoslawiens sieht, dokumentiert Rossig überzeugend. Im Kapitel 'Wie die Rockmusik nach Jugoslawien kam' ordnet er die Szene kulturhistorisch ein und zeigt, dass Rockmusik dort nicht wie in den anderen Staaten des Ostblocks von den Mächtigen abgelehnt wurde. Der Rock der Sechzigerjahre wurde in Jugoslawien aufgenommen, amalgamiert, verdaut, neu definiert und produktiv gewendet. Rossig gibt einen genauen Überblick über die Entwicklung der Musikszenen in Belgrad, Sarajevo, Zagreb und Ljubljana, erzählt den Aufstieg der legendären Gruppe Bijelo Dugme (Weißer Knopf) mit dem Stargitarristen Goran Bregovic. Gerade in diesem Teil des Buchs sind die Illustrationen hervorragend.
Und er spürt dem subversiven Gehalt der Rockmusik in Jugoslawien nach, die sich durch den aufkommenden Nationalismus der 80er Jahre nicht instrumentalisieren lässt. Die Beschreibung der Auseinandersetzung dieser Musikszene mit dem aufkommenden 'Turbo-Folk' ist sehr aufschlussreich: Der von den Nationalisten bevorzugte Turbo-Folk begann zwar zu dominieren, doch die jugoslawische Rockkultur kam mit den Hunderttausenden von Flüchtlingen der Kriege der Neunzigerjahre nach Deutschland.
Schön die Beschreibung der Musikszene in Berlin und anderen Städten Deutschlands. Mit vielen Porträts gelingt es dem Autor, den Überlebenswillen und auch die sich wieder regende Lebensfreude der Flüchtlinge aufzuzeigen. Auch wenn sich die Einwanderungsbevölkerung in Bosnier, Serben, Kroaten etc. aufgespalten hat, die eigenständige Musik- und Kulturszene verbindet. Der Autor muss konstatieren, wie im Laufe der Jahre bei vielen aus der produktiven eine konsumierende Haltung geworden ist, die liebevollen Porträts von jungen Leuten jedoch weisen in die Zukunft. Dieses Buch hat in der Behandlung eines eigentlich sehr sperrigen Themas Standards geschaffen."

Erich Rathfelder in: die tageszeitung


"Zu den Migranten und Migrantinnen in Deutschland zählen auch diejenigen aus dem ehemaligen Jugoslawien. Mit einer Anzahl von etwa 1,4 Millionen sind sie nach den Türkinnen und Türken die zweitgrößte Ausländergruppe hierzulande. Trotzdem spielen sie in den hiesigen Medien kaum eine Rolle. Der Berliner Journalist Rüdiger Rossig ist selbst Teil der Balkanszene in Berlin, bereist seit 20 Jahren Jugoslawien und seine Nachfolgestaaten und hat Balkanwissenschaften studiert. Er kennt also die Geschichte der Gegend und die Hintergründe der Konflikte, die nicht erst mit dem Krieg 1991 begannen. Dementsprechend vielschichtig sind die Informationen und Themen, die das ansprechend bebilderte Buch liefert. Wer jetzt ans Schulgeschichtsbuch denkt, liegt falsch. Denn Rossig geht eben nicht mit Tabellen und Quellen ans Werk, sondern macht Geschichte durch zahlreiche Porträts lebendig. Man fühlt sich nah an den Menschen und hat Spaß beim Lesen."

Florian Birnmeyer in: www.du-machst.de


"Warum offene Grenzen und Reisefreiheit wichtig sind, wie diese den Austausch und die Entwicklung einer gesamten Gesellschaft fördern, zeigt Rossig am Beispiel des alten Jugoslawien. Jugoslawien hat sich im Vergleich zu anderen kommunistischen Ländern damals gerade durch die offenen Grenzen und den Austausch mit anderen Ländern und Kulturen in eine vollkommen andere Richtung entwickelt als die Länder des Ostblocks. Wie viel Kreativität dies gerade im Bereich der Musik ermöglichte, Jugoslawien in den 80ern zu eine Oase an Subkulturen machte und wie diese mit den Flüchtlingen und Einwanderern Anfang der 90er nach Deutschland kamen, wird in diesem Buch gekonnt geschildert. Wie sich verschiedene Stile von Rock'n'Roll, Beat, Soul, später abgelöst durch neue Sounds wie Hard Rock, Punk, New Wave, entwickelten, welche Helden der Jugomusik-Szene ihren Beitrag dazu leisteten, beschreibt Rüdiger Rossig fachkundig."

Svetlana Acevic in: Interkultur Stuttgart


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