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KanakCultures

KanakCultures

Auch als E-Book erhältlich >>

Projektgruppe JugendArt:

KanakCultures  

Kultur und Kreativität junger MigrantInnen 

Januar 2010, 204 Seiten, 68 Abbildungen 
ISBN: 978-3-940213-54-9

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15,00 €

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So genannte „Jugendliche mit Migrationshintergrund“ werden häufig mit gesellschaftlichen und individuellen Problemen in Verbindung gebracht: Armut, schlechte Bildung, Kriminalität, Perspektivlosigkeit. Migrantische Jugendliche – allesamt Sorgen­­kinder, Kostenfaktoren, Problemproduzenten? Weit gefehlt! Junge Leute aus Einwandererfamilien sind kreativ und kulturell produktiv. Sie profitieren von ihrem Migrationshintergrund. Er ist nicht nur Belastung und Konfliktstoff, sondern ermöglicht Lebensweisen und kulturelle Produktionen, die Nicht-Migranten größtenteils abgehen. Er vermittelt spezi­fische Ressourcen und bildet umfangreiche Potenziale. Dass dies der Fall ist, nehmen Öffentlichkeit, Politik und Pädagogik bisher kaum wahr. Diese Ignoranz läuft Gefahr, migrantische Jugendliche in eine Art von kulturellem Ghetto abzudrängen, trägt damit zu Prozessen der Selbstethnisierung bei und unterläuft so die inzwischen allerorts bekundete Integrationspolitik.

Die Zugehörigkeit zu zwei oder sogar mehr Kulturen bedeutet zum einen eine lebenslange Aufgabe, die es zu bewältigen gilt, aber auch eine riesige Chance, diese Vielfältigkeit für sich zu nutzen. Und dies tun viele Jugendliche engagiert und ideenreich, ob durch Musik, Tanz, Sport, politisches Engagement, bildende Kunst oder Lyrik. In diesem Buch, erarbeitet von Studierenden der Hochschule Esslingen im Bereich Soziale Arbeit unter der Leitung von Prof. Dr. Kurt Möller, kommen sie zu Wort.

 


 

„Im Buch 'KanakCultures – Kultur und Kreativität junger Migrantinnen' von der Projektgruppe JugendArt der Hochschule Esslingen geht es ausnahmsweise nicht um die Problemfälle der Integration, sondern um die oft nicht erwähnten 'Vorzeigekanaken'. Zu Beginn erstaunt es den Leser sicherlich, dass das Buch nicht nur Jugendliche thematisiert, sondern vor allem jugendliche Migranten. Schon der Titel lässt den Leser eine komplett neue Sichtweise erhoffen. Eine der Besonderheiten des Werkes besteht darin, dass es nicht in gewöhnliche Kapitel, sondern in fünf S-Bahnlinien der 'Kanak City' gegliedert ist. Diese Gliederung gibt dem Leser das Gefühl, in eine andere Welt abtauchen zu dürfen, wie man es auch beim intensiven Lesen erlebt. Im Vorwort findet man neben dem Kommentar der Projektgruppe über die Entstehung des Buches auch eine sehr sachlich gehaltene Erläuterung zum Thema Migration von Kurt Möller, dem Leiter des Projektes, der Professor für Soziale Arbeit an der Hochschule Esslingen ist. Für dieses Buch wurden Jugendliche unterschiedlichster Herkunft und unterschiedlichster Interessengruppen interviewt. Vom Ghanaer bis zum Türken oder auch vom Rapper bis zur Balletttänzerin. Die Interviews wurden meines Erachtens wörtlich übernommen, wodurch die Verständlichkeit der Texte unproblematisch ist. Neben diesen werden auch passend zum Interview entsprechende Nebeninformationen, beispielsweise über Organisationen, in grauen Kästen hervorgehoben. Die Befragten erzählen über ihre Hobbys, ihre Leidenschaften, aber auch über ihre Erfahrungen als Jugendliche mit Migrationshintergrund. Zusätzlich zu den Erläuterungen über die Personen und ihre Erfahrungen erkennt man bei den meisten Befragten die Zwiespältigkeit ihrer Herkunft, weil sie oft keine konkreten Antworten finden, auf die Frage, welcher Nationalität sie zugehören. Was mir persönlich sehr gefallen hat, waren die kleinen Textausschnitte aus Liedern oder auch komplette Gedichte der Jugendlichen, in welchen sich ihre Lebensweise und ihre Sicht auf die Gesellschaft widerspiegelten. Dadurch, dass man die Person über das Interview kennen lernt, bekommen schon einzelne Wörter in den Texten eine ganz neue Bedeutung, und genau diese Erkenntnis, welche man durch das Werk sicherlich erlangen kann, regt den Außenstehenden zum Nachdenken an. Hiermit zeigen sie der mit Vorurteilen behafteten Gesellschaft eine komplett andere Sichtweise, da Jugendlichen mit Migrationshintergrund oft Integrationsunwilligkeit und der Aufbau von Parallelgesellschaften vorgeworfen wird. Am Ende jedes Interviews gaben die 'Reporter' ein eigenes Statement über den Befragten ab. In diesen wurde zum einen die Arbeit der Jugendlichen dargelegt. Zum anderen zeigten sie aber auch, wie sehr die Interviewer selbst von der Persönlichkeit der Befragten berührt wurden. Diese, wenn auch sehr kurzen, abschließenden Kommentare geben dem Leser einen erneuten, kleinen Denkanstoß, um das Gelesene ein weiteres Mal Revue passieren zu lassen.Ein kleiner Kritikpunkt wäre, dass außer dem Cover des Buches alle Abbildungen in schwarz-weiß gehalten sind.Meine Meinung zu diesem Buch fällt sehr positiv aus. Es würde sich nicht nur für einen Außenstehenden eignen, der das Thema Integration mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten will, sondern auch für jemanden wie mich, selbst eine Jugendliche mit Migrationshintergrund, da ich mich oft mit einzelnen Meinungen und Situationen identifizieren konnte."

Zehra Aydin in: lesepunkte

 


 

So genannte "Jugendliche mit Migrationshintergrund" werden häufig mit gesellschaftlichen und individuellen Problemen in Verbindung gebracht: Armut, schlechte Bildung, Kriminalität, Perspektivlosigkeit. Migrantische Jugendliche – allesamt Sorgenkinder, Kostenfaktoren, Problemproduzenten? Weit gefehlt! Junge Leute aus Einwandererfamilien sind kreativ und kulturell produktiv. Sie profitieren von ihrem Migrationshintergrund. Er ist nicht nur Belastung und Konfliktstoff, sondern ermöglicht Lebensweisen und kulturelle Produktionen, die Nicht-Migranten größtenteils abgehen. Er vermittelt spezi­fische Ressourcen und bildet umfangreiche Potenziale. Dass dies der Fall ist, nehmen Öffentlichkeit, Politik und Pädagogik bisher kaum wahr. Diese Ignoranz läuft Gefahr, migrantische Jugendliche in eine Art von kulturellem Ghetto abzudrängen, trägt damit zu Prozessen der Selbstethnisierung bei und unterläuft so die inzwischen allerorts bekundete Integrationspolitik.

 

 


 

Die Zugehörigkeit zu zwei oder sogar mehr Kulturen bedeutet zum einen eine lebenslange Aufgabe, die es zu bewältigen gilt, aber auch eine riesige Chance, diese Vielfältigkeit für sich zu nutzen. Und dies tun viele Jugendliche engagiert und ideenreich, ob durch Musik, Tanz, Sport, politisches Engagement, bildende Kunst oder Lyrik. In diesem Buch, erarbeitet von Studierenden der Hochschule Esslingen im Bereich Soziale Arbeit unter der Leitung von Prof. Dr. Kurt Möller, kommen sie zu Wort.

 


 

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